Akute Krisen und Gefährdung
Bei akuter Selbst- oder Fremdgefährdung ist Coaching nicht der richtige Rahmen. Dann braucht es unmittelbare professionelle Krisenhilfe – im Notfall über den Notruf 112.
Ausschlusskriterien
Coaching kann viel beitragen – aber nicht in jeder Situation und nicht für jedes Anliegen. Diese Grenzen sind keine Bewertung, sondern Teil einer verantwortungsvollen Zusammenarbeit.
Wann ich nicht coache
Bei akuter Selbst- oder Fremdgefährdung ist Coaching nicht der richtige Rahmen. Dann braucht es unmittelbare professionelle Krisenhilfe – im Notfall über den Notruf 112.
Wenn eine psychische Erkrankung oder eine Suchterkrankung medizinische oder psychotherapeutische Behandlung erfordert, kann Coaching diese nicht ersetzen. Ob eine spätere oder begleitende Zusammenarbeit sinnvoll ist, lässt sich nur im Einzelfall und in klarer Abgrenzung klären.
Ich coache nicht, wenn das Gespräch ausschließlich die eigene Vorgehensweise legitimieren soll und keine Bereitschaft besteht, den eigenen Beitrag zu suchen, sich befragen zu lassen oder einer unbequemen Perspektive zu begegnen.
Ein ernsthafter Dialog braucht Aufmerksamkeit und Zeit – für die Gespräche selbst und für das, was sich daraus im Leben verändern kann. Fehlen diese Ressourcen aktuell vollständig, ist ein anderer Zeitpunkt meist der ehrlichere.
Lebensdialog ist für Fragen gedacht, die Sie wirklich betreffen und spürbaren Einfluss auf Ihr Leben haben. Geht es um ein beiläufiges Thema mit nur geringer persönlicher Bedeutung, ist ein anderes Beratungsformat wahrscheinlich passender.
Was den Dialog trägt
Sie müssen nicht sicher sein, wohin es geht. Sie müssen auch keine fertige Antwort, kein messbares Ziel und keine gute Erklärung mitbringen. Entscheidend ist etwas anderes: die Bereitschaft, dem eigenen Thema wirklich zu begegnen.
Sie kommen aus eigenem Entschluss. Auch wenn andere Menschen einen Anstoß gegeben haben, muss die Entscheidung für das Gespräch Ihre eigene sein.
Sie sind bereit, sich selbst ernst zu nehmen und möglichst wahrhaftig auf das zu schauen, was da ist – auch auf Widersprüche, Zweifel und das, was sich nicht sofort erklären lässt.
Ich begleite, frage nach, spiegele und konfrontiere. Die Entscheidungen bleiben bei Ihnen – ebenso die Verantwortung dafür, was Sie aus dem Gespräch in Ihr Leben übertragen.
Es gibt keinen Ergebniszwang. Erkenntnisse und Veränderungen dürfen sich im eigenen Tempo entwickeln. Dafür braucht es Offenheit, Geduld und genügend Raum zwischen den Gesprächen.
Zweifel, Ambivalenz, Schweigen und unfertige Gedanken stehen dem Gespräch nicht im Weg. Sie dürfen sein Ausgangspunkt sein.
Klare Haltung
Coaching lebt von Offenheit, Respekt und der Bereitschaft, den anderen Menschen in seiner Würde ernst zu nehmen. Genau deshalb ziehe ich hier eine klare Grenze: Ich arbeite nicht mit Menschen, die rechtsextreme, rassistische, antisemitische, queerfeindliche oder anderweitig menschenverachtende Positionen vertreten und daran festhalten.
Das ist keine politische Nebenbemerkung, sondern Teil meiner Arbeitsgrundlage. Wer die Gleichwertigkeit aller Menschen bestreitet, entzieht dem Gespräch die Voraussetzung, auf der es überhaupt tragen kann. Fällt so eine Haltung im Verlauf auf, spreche ich das offen an und beende die Zusammenarbeit, wenn sie bleibt.
Was ausdrücklich willkommen ist: Zweifel, Widersprüche, unbequeme Fragen und Positionen, die noch im Werden sind. Zwischen ehrlichem Ringen und Menschenverachtung liegt ein Unterschied – und den nehme ich ernst.
Ob Ihr Anliegen und mein Gesprächsformat zueinander passen, klären wir gemeinsam und ohne Verpflichtung im ersten Gespräch.
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